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Server & ContainerEinsteiger3 Min

Ubuntu Server installieren — Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ubuntu Server von Grund auf installieren: vom bootfähigen USB-Stick über Netzwerk, Speicher und Benutzer bis hin zu SSH-Zugriff und Docker.

Diese Anleitung zeigt, wie du Ubuntu Server auf einem Rechner installierst — vom Vorbereiten des bootfähigen USB-Sticks bis zur ersten Anmeldung. Der Ablauf gilt unabhängig von der eingesetzten Hardware und funktioniert ebenso in einer virtuellen Maschine.

Diese Anleitung wurde in einer virtuellen Maschine erstellt. Der Installations-Assistent verhält sich auf physischer Hardware identisch.

Voraussetzungen

Bevor du beginnst, benötigst du das Ubuntu-Server-Image sowie ein Werkzeug, um es bootfähig auf einen USB-Stick zu schreiben. Der Raspberry Pi Imager eignet sich dafür gut und ist für Windows, macOS und Linux verfügbar (Alternativen: Rufus oder balenaEtcher). Schreibe das Ubuntu-Server-Image damit auf den USB-Stick und boote den Zielrechner anschließend von diesem Medium.

Für das spätere Herunterladen von Updates und Paketen muss der Rechner über das Netzwerk mit dem Internet verbunden sein.

Installation

Schritt 1. Sprache einstellen. Wähle im ersten Bildschirm des Installations-Assistenten die gewünschte Anzeigesprache aus.

Schritt 2. Installer aktualisieren. Falls eine neuere Version des Installers verfügbar ist, kannst du das Update durchführen. Dafür muss der Rechner über das Netzwerk mit dem Internet verbunden sein.

Schritt 3. Tastaturlayout wählen. Lege das passende Tastaturlayout fest und bestätige die Auswahl mit „Erledigt“.

Schritt 4. Netzwerkverbindung konfigurieren. Richte die Netzwerkverbindung nach deinen Anforderungen ein. Schließe die Konfiguration mit „Erledigt“ ab.

Schritt 5. Proxy konfigurieren. Unter „Proxy-Adresse“ kannst du bei Bedarf einen Proxy hinterlegen. Für eine einfache Installation lässt du dieses Feld leer.

Schritt 6. Spiegelserver einrichten. Hier kannst du den Paketspiegel angeben, von dem Pakete bezogen werden. In den meisten Fällen genügt die Standardeinstellung — bestätige mit „Erledigt“.

Schritt 7. Speicherplatz konfigurieren. Lege fest, wie die Festplatte partitioniert wird. Für eine Standardinstallation verwendest du die gesamte Festplatte und bestätigst mit „Erledigt“.

Schritt 8. Zusammenfassung des Dateisystems. Prüfe die geplante Aufteilung des Dateisystems. Sind die Einstellungen korrekt, bestätigst du mit „Erledigt“ und anschließend mit „Fortfahren“. Damit ist die Konfiguration abgeschlossen.

Schritt 9. Benutzer anlegen. Lege dein Benutzerprofil mit Name, Servernamen, Benutzernamen und Passwort an und bestätige mit „Erledigt“. Verwahre Benutzername und Passwort sicher — du benötigst sie für jede künftige Anmeldung.

Schritt 10. SSH-Server installieren. Aktiviere die Option „OpenSSH-Server installieren“. So kannst du nach Abschluss der Installation per SSH-Client aus der Ferne auf den Server zugreifen, statt direkt an der Konsole zu arbeiten.

Schritt 11. Server-Anwendungen auswählen. Der Assistent bietet optionale Pakete an. Aktiviere hier Docker, wenn du deine Dienste später als Container betreiben möchtest. Bestätige mit „Erledigt“, danach läuft die eigentliche Installation.

Mit Docker lassen sich Anwendungen wie Node-RED oder ein MQTT-Broker isoliert und reproduzierbar betreiben — ideal, um später Microservices zu integrieren.

Schritt 12. Installation abschließen. Nach Abschluss startest du das System neu. Entferne das Installationsmedium (USB-Stick), sobald der Neustart beginnt, damit der Rechner von der Festplatte bootet.

Schritt 13. Anmelden. Gib nach dem Neustart den in Schritt 9 festgelegten Benutzernamen und das Passwort ein. Du bist nun erfolgreich an deinem Ubuntu Server angemeldet.

Erster Zugriff per SSH

Hast du den OpenSSH-Server aktiviert, kannst du dich von einem anderen Rechner aus über SSH verbinden. Ermittle dazu zunächst die IP-Adresse des Servers und stelle dann die Verbindung her:

1ip a
2ssh benutzername@server-ip

Fazit

Die Installation von Ubuntu Server folgt einem geführten Assistenten und ist in wenigen Schritten erledigt. Mit aktiviertem SSH-Zugriff und Docker hast du eine solide Basis, um Dienste fernzuwarten und als Container bereitzustellen.