CatBoter: Ein IoT-Futterspender fuer meine Katzen
Autor
Ueli Iff
Veröffentlicht
Lesezeit
3 Min.

Vor rund einem Jahr sind zwei neue Mitbewohner bei mir eingezogen: die Katzen Rocco und Ayla. Aus der taeglichen Pflicht, sie zu fuettern, entstand schnell eine naheliegende Frage: Laesst sich dieser wiederkehrende Prozess nicht mit IoT digitalisieren und automatisieren? Die Antwort war ein eigenentwickelter Futterspender, den ich CatBoter getauft habe.
Die Ausgangslage
Rocco und Ayla bekommen jeden Morgen und jeden Abend eine Portion Futter. Was als kleine Routine beginnt, wird im Alltag schnell zur Verpflichtung, die an feste Zeiten gebunden ist. Genau solche wiederkehrenden, gut definierten Ablaeufe eignen sich ideal fuer eine Automatisierung. Der CatBoter sollte daher nicht nur fuettern, sondern als vernetztes Geraet ueberwacht und ferngesteuert werden koennen.
Was der CatBoter kann
Bei der Konzeption standen drei zentrale Funktionen im Vordergrund: die digitale Steuerung der Futtermenge, das vollautomatische Fuettern zu festen Zeiten und die Ueberwachung des Fuellstands in den Vorratsbehaeltern.
Futtermenge digital definieren. Die abgegebene Futtermenge laesst sich digital festlegen. Das war mir wichtig, weil die Katzen noch jung waren und sich der Bedarf ueber die Wachstumsphase hinweg veraendert. So kann die Portionsgroesse jederzeit angepasst werden, ohne in die Mechanik eingreifen zu muessen.
Automatisiertes Fuettern. Da pro Tag eine Portion am Morgen und eine am Abend ausgegeben wird, lassen sich die Futterzeiten fest hinterlegen. Ergaenzend ist eine manuelle Bedienung integriert, mit der sich eine Portion bei Bedarf direkt ausloesen laesst.
Fuellstand im Behaelter. Um den Fuellstand der beiden Vorratsbehaelter zu ermitteln, sind diese mit zwei Lasermessungs-Sensoren ausgestattet. Faellt der Inhalt eines Behaelters auf 25 Prozent, erfolgt neben der Anzeige im Dashboard zusaetzlich eine Alarmierung per E-Mail.
Der CatBoter verbindet feste Futterzeiten, manuelle Bedienung und eine sensorbasierte Fuellstandsueberwachung zu einem vernetzten Geraet mit automatischer Alarmierung.
Mehrwert und gewonnene Erkenntnisse
Neben dem praktischen Nutzen im Alltag war das Projekt vor allem eine Gelegenheit, verschiedene Technologien praktisch zu erproben.
Automatisierte Fuetterung. Die Katzen werden zuverlaessig und zeitgenau versorgt.
Alarm- und Fuellstandsmeldungen. Niedrige Fuellstaende werden aktiv gemeldet, bevor ein Behaelter leer ist.
Schnittstelle zur Gebaeudeautomation. Das System bietet eine Anbindung an Gebaeudeautomations-Systeme.
Fernsteuerung ueber OpenVPN. Der Zugriff ist auch aus der Ferne ueber OpenVPN moeglich.
Neue Kompetenzen. Im Verlauf des Projekts kamen neue Kenntnisse in CAD, im Umgang mit Sensoren, im Bereich Microcontroller sowie mit NodeRED hinzu.
Fazit
Der CatBoter zeigt im Kleinen, was IoT im Grossen leisten kann: Ein alltaeglicher, wiederkehrender Prozess wird vernetzt, automatisiert und ueberwachbar gemacht. Die Kombination aus Lasersensorik, fest hinterlegten Futterzeiten, Fuellstandsalarm per E-Mail und Fernzugriff ueber OpenVPN macht aus einem simplen Futterspender ein zuverlaessiges, fernwartbares System und nebenbei ein lehrreiches Projekt rund um CAD, Microcontroller, Sensoren und NodeRED.

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