ChatGPT von OpenAI im Industrie-Praxistest
Autor
Ueli Iff
Veröffentlicht
Lesezeit
2 Min.

Meine ersten Erfahrungen mit ChatGPT fallen durchweg positiv aus. Um die KI gezielt zu beurteilen, habe ich vier unterschiedliche Fragen formuliert und von ChatGPT beantworten lassen. Die Ergebnisse sind überzeugend, und besonders die Fähigkeit zur Analyse meines eigenen Quellcodes hat mich beeindruckt.
ChatGPT liefert für allgemeine und entwicklungsnahe Fragen verlässliche Antworten. Bei hochspezifischen Fachfragen ist jedoch Vorsicht geboten.
Im Privatbereich werde ich ChatGPT künftig häufiger einsetzen, auch als Alternative zur Google-Suche. Im Laborbereich würde ich es hingegen nur für interne Tests verwenden, da hochspezifische Fragen oft falsch beantwortet wurden. Für diesen Test habe ich bewusst vier einfache Fragen gestellt.
Frage 1: Was ist ChatGPT?
Die Frage wurde korrekt beantwortet. Im Nachhinein hätte ich sie spezifischer formulieren können, um eine noch präzisere Antwort zu erhalten. Für einen ersten Eindruck war das Ergebnis jedoch absolut ausreichend.
Frage 2: Wie funktioniert OPC UA?
Bei dieser industrienahen Fragestellung lieferte ChatGPT eine sehr präzise Antwort. Dem Ergebnis ist fachlich nichts hinzuzufügen, was angesichts der Komplexität des Protokolls bemerkenswert ist.
Frage 3: Quellcode analysieren
Aktuell entwickle ich eine Fotobox für meine Hochzeit; der Quellcode befindet sich noch in Bearbeitung. Zum Test habe ich den kompletten Quellcode von rund 130 Zeilen in ChatGPT eingegeben, um zu sehen, wie die KI damit umgeht.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Meine Anwendung wurde sehr genau erläutert. Dazu trägt sicher bei, dass ich meinen Quellcode bereits präzise dokumentiert hatte. Bemerkenswert ist, dass ChatGPT auch offene Aufgaben erkennt, etwa die noch ausstehende Einbindung eines Druckers.
Frage 4: Quellcode generieren
Für den letzten Test sollte ChatGPT selbst Code erzeugen. Dazu habe ich folgende Anforderung formuliert: In Python soll jede Sekunde ein Print ausgegeben werden, und der Vorgang soll dreimal durchlaufen werden.
Die Aufgabe ist bewusst einfach gehalten. Dennoch wurde der Code erfolgreich generiert und zusätzlich ausführlich erklärt, sodass auch Einsteiger den Ablauf nachvollziehen können.
ChatGPT selbst ausprobieren
Wer ChatGPT selbst testen möchte, benötigt lediglich ein Login bei OpenAI. Dieses lässt sich kostenlos erstellen, sodass dem eigenen Praxistest nichts im Wege steht.
Fazit
ChatGPT überzeugt bei allgemeinen Fragen, bei der Code-Analyse und bei einfacher Code-Generierung. Für den privaten Gebrauch und als Recherchehilfe ist die KI bereits heute ein wertvolles Werkzeug. Im professionellen Laborumfeld sollte man die Antworten bei hochspezifischen Fachfragen jedoch stets kritisch prüfen und vorerst auf interne Tests beschränken.
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Warum würde der Autor ChatGPT im Laborbereich nur für interne Tests verwenden?

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