Firmware-Massen-Rollouts mit hawkBit
Autor
Ueli Iff
Veröffentlicht
Lesezeit
2 Min.

An Ostern habe ich nicht nur Osternester versteckt, sondern auch Firmware-Updates verteilt. Mit dem Update 1.14 hat Weidmüller hawkBit in die WL2000AC und in das IoT-Gateway integriert – Grund genug, einmal genauer zu betrachten, was sich mit diesem Feature in der Praxis erreichen lässt.
Warum Over-the-Air-Updates auch für Embedded-Systeme gelten
Updates gehören längst zum Alltag. Vom Smartphone bis zum Computer werden sie seit Jahren als Over-the-Air-Aktualisierung ausgeliefert, ohne dass der Anwender ein Kabel anstecken muss. Es gibt keinen guten Grund, dieses Prinzip nicht auch auf Embedded-Systeme zu übertragen.
Dabei geht es nicht nur um neue Funktionen. Updates sind ein zentrales Werkzeug, um die Sicherheit eines Systems zu erhöhen. Auch wenn das Thema Security oft im Hintergrund bleibt, ist es entscheidend, die Absicherung der Geräte laufend an die aktuelle Bedrohungslage anzupassen.
Firmware-Updates sind kein reines Feature-Vehikel, sondern eine Sicherheitsmassnahme – im Feld verteilte Geräte müssen kontinuierlich aktuell gehalten werden.
Was hawkBit über einfache Updates hinaus leisten kann
hawkBit ist weit mehr als ein Werkzeug zum simplen Einspielen neuer Firmware. Die Stärke liegt im kontrollierten Rollout über viele Geräte hinweg.
Gruppenbasierte Verteilung. Updates lassen sich gezielt auf definierte Gerätegruppen ausrollen, statt alle Geräte gleichzeitig zu erreichen.
Zeitsteuerung. Der Zeitpunkt eines Updates lässt sich planen und steuern, sodass Rollouts in passende Wartungsfenster fallen.
Erst testen, dann ausrollen
In der Regel führt man vor einem Rollout zunächst interne Tests durch, um festzustellen, ob ein Update Auswirkungen auf die eigene Applikation auf den Geräten hat. Neue Features, die mit einer Firmware bereitstehen, lassen sich so vorab erproben – und anschliessend in die Applikation einbauen, um daraus neue Geschäftsmodelle abzuleiten.
Open Source und selbst betreibbar
hawkBit ist ein Open-Source-Projekt. Sie können es entweder in Ihrer eigenen Umgebung installieren oder bei einem externen Cloud-Anbieter betreiben – die Wahl des Betriebsmodells liegt vollständig bei Ihnen.
Fazit
Ich nutze hawkBit erst seit Kurzem, doch das Konzept hat mich überzeugt. In meiner lokalen Umgebung werde ich Firmware künftig nur noch über hawkBit aktualisieren. Verwenden Sie hawkBit bereits? Wenn ja: Wie sind Ihre Erfahrungen damit?

Virtuelle Maschinen vs. Docker — der Unterschied einfach erklärt
Virtuelle Maschinen oder Docker-Container? Architektur, Unterschiede (Grösse, Startzeit, Isolation) und wann sich was lohnt — verständlich mit Grafiken erklärt.

Lokales LLM-Setup mit Proxmox & GPU für KMU und Gemeinden
KI lokal betreiben — ohne Cloud, ohne Datenweitergabe. Mein praxiserprobtes LLM-Setup mit Proxmox, GPU, OpenWebUI und RAG für KMU und Gemeinden.

Tailscale-Client in Docker unter u-OS für sicheren Fernzugriff
Schritt-für-Schritt: Tailscale-Client in Docker unter u-OS einrichten — sicherer Fernzugriff auf Industriesteuerungen ohne offene Ports.
