Neuer Mehrwert für Bestandsanlagen: IIoT-Projekt bei der Gersag AG
Autor
Ueli Iff
Veröffentlicht
Lesezeit
2 Min.

Gemeinsam mit der Gersag AG durfte ich ein Projekt umsetzen, das zeigt, wie sich bestehende Anlagen mit überschaubarem Aufwand digitalisieren lassen. Im Folgenden beschreibe ich die Anforderungen, die gewählte Architektur und den konkreten Mehrwert, der sowohl für die Gersag AG als auch für deren Kunden entstanden ist.
Ausgangslage und Anforderungen
Ziel war es, neue wie auch bestehende Krananlagen mit einem einzigen Gerät zu erweitern, das mehrere Funktionen gleichzeitig abdeckt. Damit lässt sich die Nachrüstung im Feld einfach halten und über die gesamte Anlagenflotte einheitlich ausrollen.
Visualisierung mit Rollen. Darstellung des Anlagenzustands für verschiedene Benutzergruppen.
Fehleranalyse. Auftretende Fehlermeldungen schnell erkennen und einordnen.
Effizientere Serviceeinsätze. Einsätze gezielter planen und durchführen.
Fernwartung. Zugriff auf die Anlage ohne Vor-Ort-Präsenz.
IoT-Gateway als zentrale Komponente
Das IoT-Gateway bildet das Herzstück der Anwendung. Wir haben uns für eine Variante mit LTE/4G entschieden, sodass kein zusätzlicher Router verbaut werden musste. Über das Gateway lesen wir die bereits verbaute Steuerung aus und überführen die Daten auf das Gateway. Die integrierte LTE/4G-Anbindung stellt zugleich die Verbindung ins Internet her.
Visualisierung mit PROCON-WEB
Für die Bedienoberfläche kam PROCON-WEB zum Einsatz. Die Lösung beinhaltet ein Benutzer- und Rollenmanagement, sodass sowohl der Maschinenbediener als auch die Gersag AG den aktuellen Anlagenstand sowie auftretende Fehler effizient identifizieren können. Die Visualisierung läuft direkt auf dem IoT-Gateway und ist über verschiedene Endgeräte abrufbar.
Fernwartung mit u-link
Die Fernwartung wurde mit u-link realisiert. Damit lässt sich vom Hauptsitz der Gersag AG oder aus dem Homeoffice direkt auf die Krananlage zugreifen. Der Hauptnutzen liegt im optimierten Serviceprozess: Der Servicetechniker kann das benötigte Material vorab gezielt rüsten, weil eine Analyse nicht mehr zwingend vor Ort erfolgen muss. Darüber hinaus lassen sich über die Fernwartung auch Änderungen an der Steuerung durchführen.
Mit einem einzigen Gerät werden Visualisierung, Rollenmanagement und Fernwartung abgedeckt - die Serviceeinsätze werden dadurch sowohl seltener als auch effizienter.
Konkreter Mehrwert
Visualisierung. Transparenter Anlagenzustand für alle Beteiligten.
Benutzermanagement. Rollenbasierter Zugriff für Bediener und Hersteller.
Weniger Serviceeinsätze. Reduzierung der erforderlichen Vor-Ort-Einsätze.
Effizientere Einsätze. Vorbereitung und Materialrüstung auf Basis von Ferndiagnosen.
Fernwartung. Zugriff und Steuerungsanpassungen aus der Ferne.
Fazit
Das Projekt bei der Gersag AG zeigt, dass sich Bestandsanlagen mit einem IoT-Gateway, einer Visualisierung über PROCON-WEB und der Fernwartung via u-link gezielt aufwerten lassen. Der Mehrwert ist unmittelbar messbar - in Form transparenterer Anlagen, schlankerer Serviceprozesse und kürzerer Reaktionszeiten. Mein Dank gilt der Gersag AG für die Gelegenheit zu diesem innovativen Projekt.

Virtuelle Maschinen vs. Docker — der Unterschied einfach erklärt
Virtuelle Maschinen oder Docker-Container? Architektur, Unterschiede (Grösse, Startzeit, Isolation) und wann sich was lohnt — verständlich mit Grafiken erklärt.

Lokales LLM-Setup mit Proxmox & GPU für KMU und Gemeinden
KI lokal betreiben — ohne Cloud, ohne Datenweitergabe. Mein praxiserprobtes LLM-Setup mit Proxmox, GPU, OpenWebUI und RAG für KMU und Gemeinden.

Tailscale-Client in Docker unter u-OS für sicheren Fernzugriff
Schritt-für-Schritt: Tailscale-Client in Docker unter u-OS einrichten — sicherer Fernzugriff auf Industriesteuerungen ohne offene Ports.
