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IoT-Gateway um Zigbee erweitern: Smart-Home-Funk in der Industrie nutzen

Autor

Ueli Iff

Veröffentlicht

Lesezeit

2 Min.

IoT-Gateway mit angeschlossenem Zigbee-USB-Stick

Die USB-Schnittstelle des IoT-Gateways bietet erheblichen Spielraum für Erweiterungen. In diesem Beitrag zeige ich an einem konkreten Beispiel, wie sich das ausnutzen lässt: Da ich zu Hause bereits mehrere Zigbee-Gateways aufgebaut hatte, wollte ich prüfen, ob sich derselbe Ansatz auch auf das IoT-Gateway übertragen lässt.

Verwendete Komponenten

Für den Aufbau habe ich auf vorhandene Hardware und etablierte Open-Source-Software gesetzt. Die folgenden Bausteine bilden zusammen die Funkanbindung.

CC2531 Zigbee-Stick. Als Funkschnittstelle dient ein CC2531 Zigbee-Stick, der ohnehin noch bei mir verfügbar war. Wichtig: Der Stick muss zuvor mit einer anderen Firmware geflasht werden. Dazu existieren zahlreiche Anleitungen im Internet, weshalb ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehe.

Docker – zigbee2mqtt. Die benötigte Applikation zigbee2mqtt habe ich per Docker installiert. Dafür war ein eigenes Docker-Compose-File nötig, um zigbee2mqtt sauber in das IoT-Gateway zu integrieren. Die Anwendung liest die Zigbee-Sensoren und -Aktoren aus und gibt deren Parameter anschließend über MQTT weiter.

MQTT-Broker. Damit die per MQTT veröffentlichten Werte lokal entgegengenommen werden können, habe ich zusätzlich einen MQTT-Broker auf dem IoT-Gateway eingerichtet.

Node-RED. Über den MQTT-Node in Node-RED greife ich die Zigbee-Parameter ab. Sobald die Werte innerhalb von Node-RED verfügbar sind, lassen sie sich weiterverarbeiten und visualisieren – für die Darstellung nutze ich das Node-RED-Dashboard.

Datenfluss vom Funksensor bis zum Dashboard

Die Kette ist durchgängig: Der CC2531-Stick empfängt die Zigbee-Signale, zigbee2mqtt übersetzt die Geräteparameter und publiziert sie auf dem lokalen MQTT-Broker. Node-RED abonniert diese Topics über den MQTT-Node und stellt die Werte im Dashboard dar. Jeder Baustein läuft direkt auf dem IoT-Gateway.

Mehrwert: Herstellerunabhängigkeit und lokale Datenhaltung

Der entscheidende Vorteil dieses Aufbaus ist die Herstellerunabhängigkeit. Üblicherweise verlangen die über 200 Anbieter von Zigbee-Geräten jeweils ein eigenes Gateway. Mit dieser Lösung entfällt dieser Zwang: Ein einziges Zigbee-Gateway genügt – und bringt zugleich deutlich mehr Funktionen mit.

Die Parameter lassen sich vollständig ohne Cloud entgegennehmen. Bei Bedarf besteht zugleich die Möglichkeit, die Werte in andere Dienste zu integrieren.

Fazit

Die USB-Schnittstelle macht das IoT-Gateway zu einer flexiblen Basis, um Smart-Home-Protokolle wie Zigbee auch im industriellen Umfeld zu nutzen. Mit CC2531-Stick, zigbee2mqtt in Docker, einem lokalen MQTT-Broker und Node-RED entsteht ein herstellerunabhängiges Gateway, das Daten lokal verarbeitet und bei Bedarf an weitere Dienste anbindet – ein praktikabler Weg, um die Abhängigkeit von proprietären Hersteller-Gateways zu beenden.

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