u-OS mit Python, C++ und Go: maximale Flexibilität und Erweiterbarkeit am Edge
Autor
Ueli Iff
Veröffentlicht
Lesezeit
2 Min.

Wer IIoT-Anwendungen auf Edge-Geräten umsetzt, steht vor einer grundlegenden Entscheidung: proprietäre Steuerungsumgebung oder offene Hochsprachen-Entwicklung. u-OS verfolgt hier einen offenen Ansatz und erlaubt es, Logik direkt in Python, C++ und Go zu implementieren. Dieser Beitrag zeigt, welche Vorteile das für Flexibilität, Leistung und Integration mit sich bringt.
Flexibilität und Erweiterbarkeit
Entwickler stehen vor der Herausforderung, Anwendungen zu entwickeln, die flexibel und erweiterbar bleiben. Programmiersprachen wie Python, C++ und Go bringen ein breites Ökosystem an Bibliotheken und Frameworks mit, das die Entwicklung erheblich erleichtert. Damit lassen sich massgeschneiderte Lösungen erstellen, die exakt den Anforderungen der jeweiligen Anwendung entsprechen.
Proprietäre Umgebungen wie CODESYS können demgegenüber Einschränkungen bei Funktionsumfang und Erweiterbarkeit bedeuten, weil der verfügbare Funktionskatalog und die Schnittstellen stärker vorgegeben sind.
Leistungssteigerung und Echtzeitverhalten
Die direkte Programmierung in C++ oder Go erlaubt es, die Leistung der Anwendung gezielt zu optimieren und spezifische Anforderungen an die Echtzeitverarbeitung zu erfüllen. Beide Sprachen geben eine feinere Kontrolle über die Ressourcen und ermöglichen die Implementierung effizienter Algorithmen, was besonders dann zählt, wenn kurze Reaktionszeiten gefordert sind.
Höhere Abstraktionsebenen, wie sie in Umgebungen wie CODESYS üblich sind, können dagegen zu einer weniger effizienten Nutzung der vorhandenen Ressourcen führen.
Integration mit modernen Technologien
Python, C++ und Go lassen sich unkompliziert mit modernen Technologien wie Cloud-Services, Datenbanken, IoT-Geräten und Web-Schnittstellen verbinden. So lässt sich die PLC-Steuerung nahtlos in ein umfassenderes Ökosystem einbinden und von den Vorteilen einer modernen Softwareentwicklung profitieren.
In Umgebungen wie CODESYS gestaltet sich die Anbindung externer Systeme oft komplexer und erfordert zusätzliche Anpassungen.
Was bei der Wahl zu beachten ist
Die Wahl von Programmiersprache und Umgebung hängt stark von den Projektanforderungen sowie den Fähigkeiten und Präferenzen des Entwicklungsteams ab.
Es gibt also keine pauschal richtige Entscheidung. Wer jedoch auf Flexibilität, Leistung und die Integration mit modernen Technologien Wert legt, findet in Python, C++ und Go starke Argumente für den offenen Ansatz von u-OS.
Fazit
u-OS öffnet die Edge-Entwicklung für etablierte Hochsprachen und macht IIoT-Anwendungen dadurch flexibler, leistungsfähiger und besser in moderne Software-Ökosysteme integrierbar. Gegenüber proprietären Umgebungen wie CODESYS gewinnen Entwicklungsteams an Kontrolle und Erweiterbarkeit, sollten die konkrete Sprach- und Umgebungswahl aber immer an den Anforderungen des jeweiligen Projekts ausrichten.

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