REST-API als Schnittstelle zur Cloud nutzen
Autor
Ueli Iff
Veröffentlicht
Lesezeit
2 Min.

Eine REST-API (REpresentational State Transfer, Application Programming Interface) ist eine der pragmatischsten Möglichkeiten, eine industrielle Steuerung mit einer Cloud zu verbinden. Sie setzt auf HTTP-Abfragen auf und greift über die Methoden GET, POST, PUT und DELETE auf Informationen zu. Genau über diese Methoden lässt sich eine Interaktion mit Ihrer Cloud auslösen.
Ausgangslage: Sensoren und Aktoren in der Cloud verarbeiten
Für mein Beispiel habe ich mehrere digitale Inputs sowie digitale Outputs und zusätzliche Temperatursensoren integriert. Diese Sensoren und Aktoren sollen in der Cloud verarbeitet werden. Im Gegenzug soll auch ein Wert zurückgeschrieben werden, damit sich ein Aktor gezielt einschalten lässt. In drei Schritten möchte ich Ihnen dieses Konzept näherbringen.
Schritt 1: Steuerung (WL2000AC/IoT)
Mithilfe der Steuerung integrieren Sie die verschiedenen Sensoren und Aktoren Ihrer Umgebung und legen die Werte in einer globalen Variable (GV) ab. Bei Bedarf führen Sie auf der Steuerung zusätzlich eine Datenverarbeitung durch, bevor die Werte weitergereicht werden.
Schritt 2: Node-RED als REST-API
Node-RED ist vollständig in die Steuerung integriert und steht Ihnen kostenlos zur Verfügung. Damit lassen sich die globalen Variablen auslesen und ebenso wieder zurückschreiben. Die benötigten GV werden in einem Flow verarbeitet, der die REST-API erzeugt. Damit die Kommunikation funktioniert, müssen lediglich noch die Zugangsdaten der Cloud hinterlegt werden.
Schritt 3: Cloud
In der Cloud verarbeiten Sie die globalen Variablen anschliessend weiter und schreiben Werte über dieselbe REST-API wieder auf Ihre Steuerung zurück. Damit ist der Kreislauf vom Sensor bis zum Aktor geschlossen.
Über GET, POST, PUT und DELETE bildet die REST-API einen vollständigen Kreislauf: Sensorwerte gelangen aus der Steuerung in die Cloud, verarbeitete Resultate steuern die Aktoren wieder zurück.
Mehrwert einer REST-API-Anbindung
Vereinfachtes, standardisiertes Format. Daten werden in einer einheitlichen, gut dokumentierten Struktur ausgetauscht.
Einfache Handhabung. Die Methoden GET, POST, PUT und DELETE sind klar definiert und schnell umgesetzt.
Flexibel und skalierbar. Die Schnittstelle wächst mit zusätzlichen Sensoren, Aktoren und Cloud-Funktionen mit.
Höhere Ressourceneffizienz. Der schlanke HTTP-basierte Ansatz spart Rechen- und Übertragungsaufwand.
Adaptierbar auf andere Systeme. Die offene Schnittstelle lässt sich auf weitere Plattformen und Drittsysteme übertragen.
Fazit
Mit einer REST-API verbinden Sie Ihre Steuerung über Node-RED in wenigen Schritten mit der Cloud. Sensorwerte aus globalen Variablen werden in der Cloud verarbeitet und steuern über zurückgeschriebene Werte direkt die Aktoren. Der Ansatz ist standardisiert, ressourceneffizient und lässt sich flexibel auf andere Systeme übertragen.
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