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Retro-Anlagen digitalisieren: Bestandsmaschinen fit für Industrie 4.0 machen

Autor

Ueli Iff

Veröffentlicht

Lesezeit

2 Min.

Ältere Industrieanlage, die für die Digitalisierung nachgerüstet wird

In vielen Betrieben laufen ältere Anlagen seit Jahren fehlerfrei und werden den Anforderungen auch in absehbarer Zukunft noch gerecht. Die berechtigte Frage lautet daher: Warum sollte eine zuverlässig arbeitende Maschine ersetzt werden, solange sie ihre Aufgabe erfüllt?

Prozessoptimierung statt Neuanschaffung

Der häufigste Anlass, über einen Austausch nachzudenken, ist die Optimierung interner Prozesse. Das ist gut nachvollziehbar, denn die Digitalisierung von Abläufen spart über längere Zeit Kosten ein. Der Austausch einer kompletten Anlage ist jedoch immer mit immens hohen Investitionen verbunden.

Es geht deutlich kostengünstiger: Statt die Anlage zu ersetzen, lässt sich die bestehende Maschine digitalisieren und gezielt erweitern.

Wo der Mehrwert beginnt: Daten auslesen

Schon das Auslesen einzelner Arbeitsschritte einer Anlage kann einen spürbaren Mehrwert schaffen. Bei älteren Maschinen lässt sich dies in den meisten Fällen über I/O umsetzen. Oft verfügt die Anlage zudem bereits über eine RS485-Schnittstelle oder andere Anbindungsmöglichkeiten, über die sich Betriebsdaten digital erfassen lassen.

Nachrüsten mit einer IoT-Steuerung

Ergänzen Sie Ihre Anlage um eine IoT-Steuerung und lesen Sie die bestehende Maschine über I/O und Bus-Anbindungen aus. Ab diesem Punkt haben Sie freie Hand: Sie können unabhängig von der ursprünglichen Anlagensteuerung neue Logiken entwickeln oder die Funktionalität über weitere Dienste erweitern.

Für die Umsetzung stehen unter anderem folgende Werkzeuge zur Verfügung:

Logik-Editor. Eigene Steuerungslogik unabhängig von der Bestandsanlage entwickeln.

NodeRED. Datenflüsse und Verarbeitungslogik visuell modellieren.

Docker. Zusätzliche Dienste containerisiert auf der Steuerung betreiben.

u-link (Fernwartung). Sicheren Fernzugriff für Wartung und Support einrichten.

Cloud-Anbindung. Betriebsdaten für übergeordnete Auswertungen und Dienste bereitstellen.

Software-Update over-the-air. Aktualisierungen aus der Ferne einspielen, ohne vor Ort zu sein.

Fazit

Auch ältere, zuverlässig arbeitende Anlagen lassen sich ohne kostspielige Neuanschaffung in die Industrie 4.0 integrieren. Über I/O und vorhandene Bus-Schnittstellen wie RS485 werden die Bestandsdaten ausgelesen, eine ergänzende IoT-Steuerung schafft die Basis für neue Logiken, Fernwartung und Cloud-Dienste. Gerne unterstütze ich Sie bei der technischen Analyse und der Umsetzung.

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