Wer braucht schon IoT? Warum Bestandsanlagen Ihr ungenutztes Datenkapital sind
Autor
Ueli Iff
Veröffentlicht
Lesezeit
2 Min.

Auf dem Weg zur Industrie 4.0 stehen viele Betriebe noch immer auf der Bremse - und ein Teil von ihnen ringt nicht einmal mit der Industrie 4.0, sondern noch mit der Industrie 3.0. Dabei wird ein entscheidender Punkt regelmässig übersehen: Die wertvollste Datenquelle steht in vielen Fällen längst vor Ort. Es sind die Bestandsanlagen.
Altanlagen sind wertvoller, als man denkt
Maschinen, die seit Jahren zuverlässig laufen, gelten oft als Auslaufmodelle. Tatsächlich sind sie aber bereits ein Datenlieferant am Einsatzort. Wer Altgeräte bei seinen Kunden installiert hat, findet dort in der Regel eine ganze Reihe von Sensoren vor, die heute schon Messwerte produzieren.
Typische Sensorik, die in bestehenden Anlagen meist bereits verbaut ist: Bewegungs-, Spannungs-, Temperatur-, Vibrations-, Druck-, Feuchtigkeits-, Näherungs-, Füllstand-, Ultraschall- und Schallpegelsensoren. Diese Signale liegen vor - sie werden nur selten ausgewertet.
Anbindung mit nur einem Zusatzprodukt
Wer diese Daten heben will, muss keine Anlage ersetzen. Sowohl Alt- als auch Neuanlagen lassen sich mit einem einzigen Zusatzprodukt ins IoT einbinden - beispielsweise über das IoT-Gateway GW30 mit LTE. Damit wird die bestehende Investition weitergenutzt, statt sie abzuschreiben.
Bestehende Sensorik plus ein IoT-Gateway: Aus der vorhandenen Anlage wird ohne Neuinvestition ein vernetzter Datenlieferant.
Der konkrete Mehrwert
Nachhaltig digitalisieren. Vorhandene Hardware weiternutzen, statt sie vorzeitig zu ersetzen.
Dumme Maschine intelligent machen. Bestehende Anlagen erhalten eine Datenanbindung und werden anschluss- und auswertbar.
Prozesse visualisieren. Betriebszustände und Messwerte werden sichtbar und nachvollziehbar.
Alarmmeldungen erstellen. Definierte Schwellwerte lösen automatisierte Benachrichtigungen aus.
Anbindung an eine Cloud. Die erfassten Daten werden zentral gesammelt und weiterverarbeitet.
Muster erkennen. Aus den historisierten Daten lassen sich Algorithmen für maschinelles Lernen trainieren.
Fazit
Die Frage ist nicht, wer IoT braucht, sondern wer es sich leisten kann, vorhandene Daten ungenutzt zu lassen. Bestehende Anlagen liefern bereits die Signale - mit einem IoT-Gateway werden sie zur Grundlage für Visualisierung, Alarmierung, Cloud-Anbindung und letztlich für maschinelles Lernen. Das ist der pragmatische, nachhaltige Einstieg in die Industrie 4.0.

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