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Wohin mit meinen Daten? Lokale Datenhaltung auf dem IoT-Gateway

Autor

Ueli Iff

Veröffentlicht

Lesezeit

2 Min.

Lokale Datenhaltung auf dem Weidmüller IoT-Gateway

Wie lassen sich Sensordaten unkompliziert direkt auf einem IoT-Gateway oder auf der Steuerung WL2000AC/IoT speichern und verwalten? Ein aktuelles Update von Weidmüller für das IoT-GW und die WL2000AC/IoT erlaubt es neuerdings, den Speicherort der Container auszulagern, etwa auf einen USB-Stick oder eine SD-Karte. Was das in der Praxis bringt, zeige ich anhand eines Use Cases, der sich auf viele Anwendungen übertragen lässt.

Mit der ausgelagerten Container-Speicherung lassen sich Datenbank, Visualisierung und Datenlogik vollständig lokal auf dem Gateway betreiben, ohne die interne Speicherkapazität des Geräts zu belasten.

InfluxDB als lokale Echtzeit-Datenbank

Ziel ist es, verschiedene eingehende Sensordaten direkt auf dem Gerät in eine Echtzeit-Datenbank zu schreiben. Dafür habe ich einen InfluxDB-Container mit Docker integriert. Alternativ lässt sich ebenso eine andere Zeitreihen- oder Metrik-Datenbank wie Prometheus einsetzen, je nach Anforderungsprofil der Anwendung.

Grafana für die lokale Visualisierung

Genauso wichtig war mir, die in InfluxDB abgelegten Daten schnell und unkompliziert lokal auf dem Gerät auswerten zu können. Dafür kommt ein weiterer Container ins Spiel: Grafana. Damit lassen sich die Daten in einem Dashboard übersichtlich darstellen und bei Bedarf direkt in ein CSV-Sheet exportieren. Die kostenlose, flexible Container-Technologie eröffnet hier eine grosse Bandbreite an Möglichkeiten.

Node-RED für Datenübermittlung und Automatisierung

Offen bleibt die Frage, wie die Datenbank mit Sensordaten befüllt und wie automatisierte Queries abgesetzt werden. Dafür setze ich auf Node-RED: Über einen InfluxDB-Node lassen sich Daten direkt in die Datenbank schreiben.

Diese Grundfunktion habe ich erweitert. So lassen sich die Daten innerhalb der Datenbank auch wieder auslesen, um sie zum Beispiel automatisiert per E-Mail weiterzuleiten. Zusätzlich habe ich eine Funktion ergänzt, die den gesamten Inhalt der Datenbank löschen kann. In Kombination mit dem ausgelagerten Speichermedium lässt sich dieser Vorgang automatisieren, sodass kein Datenverlust entsteht.

Der Mehrwert im Überblick

Datenbank integrieren. Sensordaten landen direkt in einer lokalen Echtzeit-Datenbank auf dem Gateway.

Visualisierung integrieren. Auswertung und Dashboards laufen lokal, ohne zusätzliche externe Dienste.

IoT-GW mit LTE/4G betreiben. Das Gateway lässt sich auch an Standorten ohne kabelgebundene Anbindung einsetzen.

Vielfältige Schnittstellen. Ethernet, RS485, RS232 und CANopen stehen für die Anbindung von Feldgeräten bereit.

Einfache Integration. Die Komponenten lassen sich modular und ohne grossen Konfigurationsaufwand kombinieren.

Grosse Auswahl an Containern. Über Docker steht ein breites Ökosystem fertiger Container zur Verfügung.

Fazit

Mit dem ausgelagerten Container-Speicher auf dem IoT-GW beziehungsweise der WL2000AC/IoT lässt sich eine vollständige lokale Datenkette aufbauen: InfluxDB für die Speicherung, Grafana für die Visualisierung und Node-RED für Erfassung, Weiterleitung und Verwaltung der Daten. Das Zusammenspiel aus ausgelagertem Speichermedium und Docker-Containern macht das Gateway zu einer eigenständigen, flexiblen Datenplattform direkt im Feld.

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