Brownfield-Anlagen digitalisieren — mit Weidos (ESP32)
Autor
Ueli Iff
Veröffentlicht
Lesezeit
2 Min.

Bestehende Industrieanlagen — sogenannte Brownfield-Anlagen — haben oft nicht die digitale Infrastruktur, um ihre Daten zu erfassen und an übergeordnete Systeme zu übertragen. Eine vollständige Umrüstung ist teuer. Günstiger geht es mit einem Weidos (ESP32) als kleinem Gateway.
Ausgangslage
Die Digitalisierung alter Anlagen erfordert üblicherweise spezialisierte Sensoren und umfangreiche Umbauten. Ziel ist daher eine kostengünstige Lösung, die trotzdem wertvolle Daten aus der Anlage gewinnt.
Vorgehen in fünf Schritten
1. Anlage analysieren. Funktionsweise, Steuerungssysteme und vorhandene Datenquellen verstehen.
2. Relevante Daten identifizieren. Betriebsdaten, Sensormessungen, Zustände oder Wartungsprotokolle — je nach Bedarf des übergeordneten Systems.
3. Weidos-Erweiterung entwickeln. Der ESP32 wird so konfiguriert, dass er die gewünschten Daten erfasst und per MQTT weiterleitet.
4. Daten übertragen. Über Ethernet, WLAN oder LoRaWAN an das übergeordnete System — der Weidos agiert als kleines Gateway, z. B. zu einem Edge-Device.
5. Verarbeiten und analysieren. Das übergeordnete System wertet die Daten aus — Teile davon laufen z. B. in der easyConnect-Cloud, etwa zur Leistungsoptimierung oder Vorhersage von Wartungsbedarf.
Die Vorteile
Kostenoptimierung. Statt teurer Umrüstung eine günstige Erweiterung zur Datenintegration.
Flexibilität. Der ESP32 ist programmierbar und an verschiedene Anlagen anpassbar.
Datenzugriff. Umfassender Einblick in Zustand und Leistung bestehender Anlagen.
Bessere Entscheidungen. Die Daten dienen der Prozessoptimierung, Energieeffizienz und der Vermeidung ungeplanter Stillstände.
Fazit
Mit einem Weidos (ESP32) lassen sich Brownfield-Anlagen pragmatisch und günstig anbinden — der erste Schritt, um aus bestehenden Maschinen verwertbare Daten zu gewinnen, ohne gleich alles zu ersetzen.

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