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Edge-Device statt Steuerungstausch: Anlagen mit der richtigen IoT-Strategie modernisieren

Autor

Ueli Iff

Veröffentlicht

Lesezeit

3 Min.

Edge-Device zur IoT-Anbindung bestehender Anlagen und Steuerungen

Im Gespräch mit Maschinen- und Anlagenbauern höre ich immer wieder dasselbe Argument: Eine IoT-Lösung lasse sich kaum integrieren, weil die vorhandene Steuerung angeblich keine geeignete Schnittstelle biete. Aus meiner Praxis ist das in den allermeisten Fällen ein Trugschluss. Entscheidend ist nicht das Alter der Steuerung, sondern die Strategie dahinter.

Fast jede Steuerung lässt sich anbinden

Unterschiedliche Steuerungen lassen sich über verschiedene Protokolle überführen und an ein Edge-Device anbinden. Selbst eine reine Relais-Steuerung kann digitalisiert werden, indem die relevanten Kontakte abgegriffen werden. Auf diese Weise lassen sich auch in älteren Anlagen die wichtigen Betriebszustände erfassen und überwachen, ohne die bestehende Steuerung zu ersetzen.

Das Edge-Device dient dabei als Brücke zwischen der vorhandenen Anlagentechnik und der übergeordneten Datenwelt. Ob eine IoT-Anbindung gelingt, entscheidet sich daher weniger an der Hardware als an den Rahmenbedingungen und der Strategie des jeweiligen Unternehmens.

Die Frage ist nicht, ob sich eine Anlage anbinden lässt, sondern welchen konkreten Nutzen die Anbindung stiften soll.

Fördergelder sind kein Use-Case

Es gibt allerdings auch fragwürdige Beweggründe für IoT-Projekte. Kürzlich sprach ich mit einem Kunden, der eine IoT-Lösung anfragte – die eigentlichen Funktionen der Lösung waren ihm dabei jedoch gleichgültig. Sein Hauptinteresse galt den Fördergeldern, die er für die Implementierung einer IoT-Hardware erhalten könnte. Diese Haltung hat mich offen gestanden irritiert.

Aus meiner Sicht muss eine IoT-Lösung immer auf einen nachhaltigen Nutzen einzahlen. Eine Geräteinfrastruktur zu implementieren, ohne daraus einen realen Mehrwert zu ziehen, ergibt weder wirtschaftlich noch technisch Sinn.

Vom Förderantrag zur tragfähigen Strategie

Ich habe den Kunden direkt darauf angesprochen. Nach einiger Überlegung teilte er meine Einschätzung – und ist nun bereit, gemeinsam mit mir eine tragfähige Strategie zu erarbeiten. Dass er motiviert ist, konkrete Use-Cases umzusetzen, freut mich besonders, denn er hat erkannt, welche Vorteile sich daraus für sein Unternehmen ergeben. Genau dieser Perspektivwechsel ist die eigentliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Projekt.

Begleitung von der Idee bis zum Betrieb

In einem Umfeld, in dem sich Technologien laufend weiterentwickeln, ist es nachvollziehbar, dass die Umsetzung solcher Lösungen vielen Unternehmen schwerfällt. Genau deshalb begleite ich meine Kunden von der ersten Idee bis zum Abschluss der Umsetzung und stehe ihnen durchgehend mit Rat und Tat zur Seite. Ich bin überzeugt, dass der Fortschritt und die erfolgreiche Realisierung solcher Projekte den entscheidenden Unterschied machen.

Die enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit schätze ich dabei besonders. Wir lernen kontinuierlich voneinander und entwickeln uns gemeinsam weiter – und genau das macht die Umsetzung von IoT-Lösungen für mich aus.

Fazit

Die Integration einer IoT-Lösung scheitert selten an der Steuerung – über ein Edge-Device und passende Protokolle lassen sich nahezu alle Anlagen anbinden, bis hin zur Relais-Steuerung. Den Unterschied macht die Strategie: Wer von Anfang an einen klaren Use-Case und einen nachhaltigen Nutzen verfolgt, statt nur Hardware zu installieren, holt aus der Modernisierung den eigentlichen Wert heraus.

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